Eiszeittäler-Radweg

Eiszeittäler-Radweg

EISZEITTÄLER

Das Welterbe erstreckt sich über zwei Talabschnitte. Durch die neue Fahrradstrecke „Eiszeittäler“ sind Ach- und Lonetal für Radfahrer jetzt miteinander verbunden. Rund 75 Kilometer lang ist die gesamte Strecke und eignet sich daher sehr gut für E-Bike-Fahrer.

Die Tour beginnt in Schelklingen, führt durch das landschaftlich schöne Achtal an den Fundstätten Hohle Fels, Sirgenstein und Geißenklösterle vorbei nach Blaubeuren. Hier lohnt ein Besuch im Urgeschichtlichen Museum, in dem z.B. die bekannte „Venus vom Hohle Fels“ im Original zu sehen ist.

Die Strecke führt an der Blau entlang über Blaustein bis nach Ulm und macht direkt am Museum Ulm Station, in dem der Löwenmensch aus dem Hohlenstein ausgestellt ist.

Von Ulm aus fährt man Richtung Norden; über Beimerstetten erreicht man das Lonetal. Ein wunderbares Naturpanorama begleitet den Fahrradfahrer auf dem Weg zu den Fundstätten Bockstein und Hohlenstein-­Stadel und endet schließlich am Vogelherd. Dieser ist Teil des Archäo­parks Vogelherd bei Niederstotzingen, in dem man das Leben der Eiszeitmenschen an Themen­plätzen entdecken kann.

Die Tour führt auf bestehenden Radwegen und kann in beide Richtungen befahren werden. Sie ist zudem mit anderen Radstrecken sehr gut kombinierbar. An- und Abreise ist über die Bahnhöfe Schelklingen, Blaubeuren oder Niederstotzingen möglich. Ulm eignet sich vor allem als Ausgangspunkt für Besucher, die nur eines der beiden Täler erradeln möchten.

RADWEGE INFO

Radwegbeschilderung

Für allgemeine Radwege gelten die grün-weißen Radwegeschilder, die an Kreuzungspunkten aufgestellt sind. An die Radwegeschilder sind teilweise zusätzlich ergänzende Tourenschilder angehängt für die Wegweisung der touristischen Radtouren (z.B. Eiszeittäler). Zwischenwegweiser ergänzen die Streckenführung.

E-Bike-Ladestationen

• Technische Werke
Blaubeuren
Kirchplatz 2
89143 Blaubeuren

• ServiceCenter
Neue Mitte
Neue Straße 79
89073 Ulm

• Archäopark
Vogelherd
Am Vogelherd 1
89168 Nieder­stotzingen-Stetten

Wegweiser und Schilder

Hauptwegweiser an Kreuzungspunkten

Zwischenwegweiser

Tourenschild Eiszeittäler

Outdooracitve

Eine detaillierte Karte und GPS-Daten können auf dem Tourenportal Outdooractive abgerufen werden.

Welterbe

Vor 40.000 Jahren schufen Eiszeitmenschen in den Höhlen des Ach- und Lonetals figürliche Kunstwerke und Musikinstrumente, die zu den ältesten Artefakten dieser Art weltweit gehören. Seit 2017 gehören die beiden Talabschnitte zum UNESCO-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“.

Noch heute sind die beiden Täler weitgehend naturbelassen und lassen sich am besten über Rad- und Wanderwege entdecken. Ein Teil der eiszeitlichen Höhlen ist frei zugänglich. Besucher können das Leben der Eiszeitmenschen entdecken und die weltweit einmaligen Kunstwerke
im Original sehen.

ERFAHREN SIE DAS WELTERBE

Hohle Fels

Im Hohle Fels bei Schelklingen wurde eine Reihe von spektakulären Funden gemacht, darunter die früheste Darstellung einer Frau, die „Venus vom Hohle Fels“. In den Sommermonaten werden hier immer noch Grabungen durchgeführt. Die Höhle kann von Anfang Mai bis Ende Oktober besichtigt werden (Mi. – So.).

Stadt Schelklingen
Web: www.schelklingen.de
Telefon: 07394 248 17
E-Mail: tourismus@schelklingen.de

Geißenklösterle

Die im Geißenklösterle entdeckten Flöten gehören zu den ältesten Nachweisen von Musikinstrumenten weltweit. Die Höhle ist frei zugänglich.

Sirgenstein

Der Sirgenstein wurde über einen Zeitraum von ca. 60.000 Jahren
immer wieder von Menschen auf­gesucht. Hier wurden vor allem Steinwerkzeuge gefunden. Die Höhle ist frei zugänglich, außer zu Zeiten der Vogelbrut.

Urgeschichtliches Museum

Das URMU ist das zentrale Museum für Eiszeitkunst in Baden-Württemberg. Es zeigt die „Venus vom Hohle Fels“, Tierfiguren, Schmuck und die weltweit ältesten Flöten im Original.

Urgeschichtliches Museum
Kirchplatz 10
89143 Blaubeuren
Web: www.urmu.de
Telefon: 07344 96 69 90
E-Mail: info@urmu.de

Museum Ulm

Der Löwenmensch vom Hohlenstein-­Stadel ist der berühmteste Fund aus den Höhlen des Lonetals. Das Mischwesen aus Höhlenlöwe und Mensch ist die größte Skulptur der Eiszeitkunst und im Original im Museum Ulm zu sehen.

Museum Ulm
Marktplatz 9
89073 Ulm
Web: www.museumulm.de
Telefon: 0731 161 43 01
E-Mail: info.museum@ulm.de

Hohlenstein-Stadel

Ausgrabungen im Hohlenstein bei Asselfingen erbrachten eine Fülle von eiszeitlichen Funden. Um eines der faszinierendsten Objekte, den Löwenmenschen, ein Mischwesen aus Mensch und Löwe, ranken sich zahlreiche Mythen, Theorien sowie eine spannende Ausgrabungsgeschichte. Die Höhle ist frei zu­gänglich.

Bockstein

Aus der Bocksteinhöhle stammen Hinterlassenschaften von Neandertalern und anatomisch modernen Menschen. Auch hier wurden vor allem Steinwerkzeuge gefunden, darunter das bekannte „Bocksteinmesser“.

Archäopark Vogelherd

Die Vogelherdhöhle im Archäopark ist die Fundstelle mit der größten Anzahl an eiszeitlichen Figuren im Welterbegebiet. Im Park wird die Eiszeitkultur an Erlebnisstationen lebendig. Der Archäopark hat regulär von April bis Oktober ­geöffnet. In den Wintermonaten ist ein Besuch nach Voranmeldung möglich.

Archäopark Vogelherd
Am Vogelherd 1
89168 Nieder­stotzingen-Stetten
Web: www.archaeopark-­vogelherd.de
Telefon: 07325 952 80 00
E-Mail: info@archaeopark-vogelherd.de

ERLEBEN SIE IHRE NÄCHSTE RADTOUR IM WELTERBE!